Urlaub am Comer See

Der in der norditalienischen Region Lombardei gelegene Lago di Como, oder auf Deutsch Comer See, ist nach der gleichnamigen Stadt Como am südlichen Ende des Sees benannt und nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore der drittgrößte See Italiens. Auf über 50 Kilometern Länge und bis zu vier Kilometern Breite schlängelt sich der See, etwa eine Autostunde nördlich von Mailand, an den südlichen Alpenausläufern entlang. Die Anreise ist direkt per Auto oder Flugzeug und Bahn über Mailand oder Lugano möglich. Aufgrund seiner länglichen, eines Ypsilons ähnelnden Form besitzt der See eine Uferlinie von über 170 Kilometern, an der sich zahlreiche malerische Kurorte mit historisch wertvoller Bausubstanz, Berge mit wunderschönem Panorama und Möglichkeiten zum Aktivsport sowie Wassersport auf dem See befinden.

Aufgrund des Mittelmeerklimas sind die Winter mild, die Sommer jedoch aufgrund des durch die seebedingten Windverhältnisse nicht übermäßig heiß. In den umliegenden Bergketten fällt im Winter Schnee, weshalb der Comer See auch als Ausgangspunkt für den Wintersport dienen kann. In den Sommermonaten lassen die Windbedingungen auf dem See zahlreiche Wassersportmöglichkeiten wie Wind- und Kitesurfen zu, die gemäßigten Temperaturen laden zum Verweilen an den zahlreichen Promenaden am Comer See in den umliegenden Kurorten mit ihrem mediterranen Flair ein, außerdem gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten in den Bergen, von denen man ein unbeschreibliches Panorama über die umliegenden Berge und See genießen kann.

Dabei gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die es zu erkunden gilt. Die Besiedlung der Region durch Kelten und Römer erfolgte bereits vor über 2000 Jahren, weshalb viele der malerischen Ortschaften zahlreiche archäologische Funde und historisch interessante Stätten vorzuweisen haben. Como beispielweise, deren Aufstieg zur wohlhabenden Stadt durch die traditionelle Seidenindustrie im 15. Jahrhundert begann, bietet eine Vielzahl von architektonischen Sehenswürdigkeiten, wie den Dom, den Broletto im romanisch-gotischen Stil aus dem 13. Jahrhundert oder das von Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert errichtete Castello Baradello südlich der Stadt.

Die schönsten Beispiele für kleinere, malerische Ortschaften sind die an der Vereinigung der beiden Seearme gelegenen Menaggio, Bellagio und Varenna, die mit Fähren untereinander zu erreichen sind. Das mediterrane Menaggio ist für seine von vielen erstklassigen Hotels geprägte Seeprominade bekannt, von der man ein herrliches Panorama auf den See sowie die umliegenden Berge hat, während Varenna als der kleinste der genannten Orte einen mittelalterlicher Stadtkern sowie einen pittoresken, alten Fischereihafen bietet. In Bellagio, reizvoll an der südlichen Seeseite mit Blick auf die Alpen gelegen, prägen vor allem die vielen herrschaftlichen Villen das Bild, in denen unzählige Prominente ihr Feriendomizil gefunden haben.

Neben der Möglichkeit, über die zahlreichen Wanderwege die umliegenden Berge zu erklimmen, gibt es für die weniger Sportlichen auch diverse Seilbahnen, mit denen man auf bequemen Weg zu seinem Bergpanorama kommt. So gelangt man mit einer einhundert Jahre alten Bergbahn von Como hinauf zur Bergstation Brunate, von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Comer See und das alpenländische Bergmassiv hat. Lohnenswert ist auch eine Schifffahrt auf dem Comer See, die von zahlreichen Häfen aus angeboten wird. Mit den Schnellfähren kommt man auch leicht von Ort zu Ort, so dass ein eigenes Auto nicht immer notwendig ist.